09.02. – USK veröffentlicht Kennzeichnungs-Statistik 2011
Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat ihre Statistik für das Jahr 2011 vorgelegt. Die Auswertung der insgesamt rund 2.700 USK-Prüfungen im letzten Jahr macht deutlich, dass wir uns auf eine neue Konsolen-Generation hinbewegen, Online-Spiele immer wichtiger werden und der extreme Boom bei Casual Games offenbar doch ein Ende fand.
Eine fünf Prozent absinkende Zahl der Prüfvorgänge zeigt laut USK, dass die Entwickler ihre Spiele immer stärker auf die zukünftige Konsolengeneration auszurichten beginnen. Auch wenn der aktuelle Hardwarezyklus der längste ist, den es je gab, so sind sinkende Veröffentlichungszahlen doch vor jedem Übergang zu einer neuen Generation zu beobachten. (Laut Gerüchteküche dürften ja auf die Wii U in diesem Jahr 2013 Xbox 720 und PS4 folgen.)
Gleichzeitig machen Mobile-, Browser- oder Social-Games sowie das Online-Segment auf den Spielkonsolen einen immer größeren Anteil am Spielemarkt aus. Auf diese Veränderungen reagiert auch die USK. „Während die Zahl der Prüfverfahren für Spiele im Handel in 2011 leicht rückläufig war, haben wir unser Engagement im Online-Jugendschutz umso stärker ausgebaut“, so Felix Falk, Geschäftsführer der USK. In den vergangenen Wochen hatten sich bereits mehrere Unternehmen der USK im Bereich des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages als Mitglieder angeschlossen.
Im Hinblick auf die USK-Genres wird deutlich, dass sich der Anteil der in den letzten fünf Jahren boomenden Casual Games wieder normalisiert. Da in diesem Bereich jugendschutzrelevante Inhalte kaum eine Rolle spielen, sank dementsprechend der Anteil der Spiele mit 0er-Rating in der USK-Statistik 2011 auf weniger als 40 Prozent.
Seit mehreren Jahren sinkt aber auch die Zahl der Prüfvorgänge, die bei der USK ohne Kennzeichen enden. Die Abweichungen bewegen sich allerdings auf niedrigem Niveau. In 2011 betrug der Anteil nur 0,5 Prozent aller Verfahren. Der kontinuierliche Rückgang zeigt jedoch, dass Verfahren und Spruchpraxis der USK u.a. durch neue Grundsätze, Leitkriterien und den Consulting-Bereich transparenter geworden sind. „Inzwischen können die Anbieter das Prüfergebnis des USK-Verfahrens im Vorfeld besser abschätzen als noch vor einigen Jahren“, so Felix Falk.