23.01. – Antipiraterie: Umstrittene US-Gesetzesentwürfe auf Eis – auch ESA jetzt Gegner
Zwei der umstrittensten US-Gesetzesentwürfe der letzten Zeit liegen auf Eis. Der Stop Online Piracy Act (SOPA) sowie der inhaltlich verwandte Protect IP Act, als potenzielle Zensurgesetze in der Kritik, haben ihre Unterstützung in den beiden Kammern des US-Kongress verloren. Damit sind die Gesetze, gegen die zuletzt die Wikipedia protestiert und das Weiße Haus klare Worte gefunden hat, vorerst vom Tisch, die Abstimmung drüber is nämlich indefinit verschoben. Nun hat sich auch ein vormals großer Unterstützer offiziell dagegen gestellt: Die Entertainment Software Association (ESA), Interessensvertretung der Games-Industrie.
An US-Kollegen erging seitens der ESA ein Statement, das wir hier sinngemäß übersetzt haben:
„Die ESA hat sich von Beginn an für die Verabschiedung ausbalancierter Gesetzte stark gemacht, um den illegalen Diebstahl von geistigem Eigentum auf ausländischen Schurkenwebseiten zu dressieren. Obwohl weiterhin der Bedarf besteht, diese verbreitete Bedrohung für die kreativen Investitionen unserer Industrie zu adressieren, wurden Bedenken über ungewollte Auswirkungen aktueller Gesetzesentwürfe dargelegt. Daher rufen wir den Kongress, die Obama-Administration und Interessensgruppen auf, ihre Energien neu zu bündeln, um eine Lösung zu finden, die kreative und technologische Interessen effektiv ausbalanciert. Als Industrie der Innovatoren und Schöpfer verstehen wir sowohl die Wichtigkeit technologischer Innovation wie auch des Content-Schutzes und sind entschlossen, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um eine ausgewogene Lösung zu propagieren.“
Während es definitiv als Erfolg für die Internet-Öffentlichkeit zu sehen ist, dass die Gesetzesentwürfe ruhen – immerhin hätte SOPA laut Kritikern ein praktisch beliebiges Vorgehen der US-Justiz gegen Webseiten überall auf der Welt ermöglicht –, muss man sich fragen, ob die ESA mit der (zu) späten Änderung ihrer Haltung einfach das Gesicht wahren will. Immerhin wurde die ESA ob ihrer Position auch von manchen Spieleentwicklern scharf kritisiert, Kampfmaßnahmen gingen bis hin zum Boykott der von der ESA veranstalteten E3 (Die „Firefall“-Entwickler haben ihre Teilnahme abgesagt!).
An US-Kollegen erging seitens der ESA ein Statement, das wir hier sinngemäß übersetzt haben:
„Die ESA hat sich von Beginn an für die Verabschiedung ausbalancierter Gesetzte stark gemacht, um den illegalen Diebstahl von geistigem Eigentum auf ausländischen Schurkenwebseiten zu dressieren. Obwohl weiterhin der Bedarf besteht, diese verbreitete Bedrohung für die kreativen Investitionen unserer Industrie zu adressieren, wurden Bedenken über ungewollte Auswirkungen aktueller Gesetzesentwürfe dargelegt. Daher rufen wir den Kongress, die Obama-Administration und Interessensgruppen auf, ihre Energien neu zu bündeln, um eine Lösung zu finden, die kreative und technologische Interessen effektiv ausbalanciert. Als Industrie der Innovatoren und Schöpfer verstehen wir sowohl die Wichtigkeit technologischer Innovation wie auch des Content-Schutzes und sind entschlossen, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um eine ausgewogene Lösung zu propagieren.“
Während es definitiv als Erfolg für die Internet-Öffentlichkeit zu sehen ist, dass die Gesetzesentwürfe ruhen – immerhin hätte SOPA laut Kritikern ein praktisch beliebiges Vorgehen der US-Justiz gegen Webseiten überall auf der Welt ermöglicht –, muss man sich fragen, ob die ESA mit der (zu) späten Änderung ihrer Haltung einfach das Gesicht wahren will. Immerhin wurde die ESA ob ihrer Position auch von manchen Spieleentwicklern scharf kritisiert, Kampfmaßnahmen gingen bis hin zum Boykott der von der ESA veranstalteten E3 (Die „Firefall“-Entwickler haben ihre Teilnahme abgesagt!).